Donnerstag, 14. Mai 2015

Wendeschürzenkleidchen

Laufen = Zeit für Kleidchen. Logisch, oder :-) ? Bequem und praktisch müssen sie jedoch sein. Mädchenmode, die nur hübsch aussieht, kommt mir nicht ins Haus. Miss Mini-Margerite sollte darin gut spielen und herumtollen können. So der Plan, öhäm. Mal schauen, was daraus wird... Vielleicht hat die junge Dame da später mal ganz andere Vorstellungen ;-)


Dieses Kleidchen trifft auf jeden Fall ins Schwarze. Inspiriert dazu hat mich dieser Post von Liivi und Liivi über ein Schürzenkleid-ebook. Erinnerte er mich doch daran, dass ich eine Ottobre Ausgabe mit einem sehr ähnlichen Schnitt (01/2012 Modell 4, leider nur bis Gr. 92) besitze. Falls ich das Kleid auch einmal in größeren Größen oder in Tunikalänge nähen möchte, werde ich auf das ebook "Schwedenloop" von Leni Pepunkt zurückgreifen.


Die Pluspunkte:
  • Dieses Kleidchen ist so unglaublich schnell genäht, da es nur aus einem Schnitt-Teil besteht. 2x zuschneiden, rechts auf rechts zusammennähen, wenden, bügeln, einmal drumherum steppen, Knopflöcher rein und Knöpfe dran. Am längsten brauchte ich tatsächlich für die Auswahl der Stoffe.
  • Im Frühjahr mit Langarmshirt und Leggins (lang oder 3/4) drunter, im Sommer nur mit Body und/oder Windelhöschen.
  • Wenn eine Seite schmutzig geworden ist, einfach trocknen lassen und dann wenden. Besonders praktisch für unterwegs ;-)
  • Das Kleidchen steht so schön ums Kind herum, das sieht sehr niedlich aus.

Unsere Kleine liebt Treppen. Neuerdings auch gerne zum Pause machen, das schont Mamas Nerven.


Und von dort aus hat man einen guten Überblick über die Sachlage: Welche Bobby Cars sind denn noch frei? Wo ist der Ball hin? Womit habe ich heute eigentlich noch nicht gespielt?


Kleine "Haus-Frau", hihi!


Dieses Kleidchen sorgte bereits umfassend für allgemeine Verzückung. Wir wurden schon so oft darauf angesprochen *staun*. Es ist aber auch wirklich klasse. Ich bin völlig hin und weg.


Ich glaube, die Länge ist prima für kleine Mädchen. Sogar krabbeln kann Miss Mini-Margerite damit problemlos. Wäre auch unpraktisch, wenn sie dabei immer mit den Knien im Saum hängen bleiben würde. Vermutlich würde es ihr der Papa dann auch nicht mehr anziehen (ja, den gefürchteten Papatest gibt es hier immer noch, winke winke zu Minnies). Ob sie damit auch auf Bäume oder Klettergerüste steigen könnte, kann ich euch - zum Glück :-) - noch nicht sagen. Mit diesem Härtetest darf sie gerne noch einen Moment warten...


Kurz und gut
  • Schnitt: Ottobre 01/2012, Modell 4 auf Zuwachs in Gr. 92 (aktuell passt 86 gut). Bitte Obacht: Der Stoffbedarf ist höher als in der Anleitung angeben. Ich benötigte etwa 65 cm Stoff und nicht 45 cm.
  • Stoffe, vor etlichen Jahren bei Frau Tulpe (Äpfelchen) und Glücksmarie (Mini Muffins) erworben
  • Knöpfe aus Holz und Perlmutt
  • Tipp: Knopfloch in die jeweils obere Lasche einarbeiten und die Knöpfe jeweils als Doppelknopf, also beidseitig auf der unteren Lasche, annähen.
Eine 2. Version habe ich gestern Abend fertig genäht. Die eine Seite aus taubenblauem Punktestoff mit kleinen Rosen und die andere mit lila Punkten/Sternen.

Habt einen entspannten Vatertag!
Eure Hella

Samstag, 9. Mai 2015

Schritt für Schritt

.. zum laufenden Glück. Und das kam so:

Die Vorbereitung / Anfang April: Eine bis an die Zähne (4 oben, 4 unten) motivierte Miss Mini-Margerite. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit bedeutet sie mir: Mama, komm übe mit mir. Sie verlangt nach meinen Händen, um sogleich mit mir im Schlepptau durch die Gegend zu spazieren. Von Loslassen und freien Laufversuchen noch keine Spur. Warum auch. Ist ja so viel praktischer, da hat man Mama immer gleich dabei, wenn man sie braucht. Wohin der Weg führt, das bestimmt die junge Lady natürlich selbst ;-) Gerne auch schon mal treppauf und treppab.

Die ersten Ballerinapuschen nach Klimperkleins ebook, Gr.20/21
Der Teaser / Sa 18. April 2015: Sehr nachdrückliches Einfordern von Laufen an der Hand. Nach etlichen Runden auf einem Spielplatz des IBA-Geländes beschließt Miss Mini-Margerite plötzlich: Ich mach jetzt mal 3-4 Schritte alleine. Mama und Papa gucken gerade beide zu, na die werden staunen. Haben sie dann auch, alle beide ;-) Und sich wie Bolle gefreut.

Das 2. Paar, auf Zuwachs in Gr. 22/23.
Die Schuhe für draußen passen aber noch in 20/21.
Die Fortsetzung / So 19. April 2015: Im Wildpark vor'm Luchs-Gehege. Genug Zuschauer da? Ja? Na dann. Vielleicht hat sie sich so etwas in der Art gedacht. Und mal schnell 6 freie Schritte gemacht.


Die Pause: In der Woche lieber wieder an Mamas Hand. Ist nach wie vor praktischer, siehe oben. Hat sie das neue Feature wieder deinstalliert? Oder wollte sie nur, dass ihr Papa nichts verpasst? Fragt man sich.

Kritischer Test: Ist das 1. Paar wirklich schon eng geworden? 
Der Durchbruch / So 26. April 2015: Mama, Papa, Bruder, alle da? Mama hat zufällig ein filmfähiges Gerät in Griffweite? Fein, dann kann's ja losgehen! Miss Mini-Margerite traut sich und läuft einige Meter durch den Raum. Und ist so stolz, sie betrachtet strahlend ihre Füße bei jedem Schritt. Was die alles können, ist schon 'ne tolle Sache.


Faszination Laufen. Jetzt geht's rund :-)

Etwas unscharf, ich weiß. Macht ihr mal ein Schuhbild bei hüpfendem Kind ;-)
Und ich kann ihr endlich Kleidchen nähen... Dazu dann demnächst mehr.


Einen entspannten Muttertag wünsche ich euch morgen!
Eure Hella

Sonntag, 19. April 2015

Eine tragende Rolle

Zum Einkaufen mit Papa muss sie neuerdings immer mit, SEINE Puppe. Er hat sie als kleines Baby vom Papa geschenkt bekommen und genäht hat sie die liebe Elfenclaudia für uns. Inzwischen erfreut sie sich großer Beliebtheit. Beim Einkaufen klemmte er sie bisweilen einfach unter den Arm. Aber der Puppenvater sollte bei seinem nächsten Ausflug mit seinem Puppenkind mehr Komfort genießen können und so kam ich auf die Idee mit der Puppentrage. Durch diesen Post bei Liebeling stieß ich auf den Schnitt "Puppentrage Ida".

Schnell genäht, unterzogen wir die Trage heute dem Härtetest. Vorweggenommen: Sie hat ihn mit Bravour bestanden und das Puppenkind hat auch kein einziges Mal geweint :-)


Zu zweit könnte das klappen mit dem Kettcar, wo die großen Kinder immer mit herumfahren ;-) Wenn nur die Beine etwas länger wären und man an die Pedalen rankäme...


Das Puppenkind schläft, derweil Mr. Mini-Margerite im Wildpark nach dem Fuchs Ausschau hält.


Starker Puppenvater! Uff, der Stein ist aber schwer. Beim Vorbeugen zahlt es sich aus, wenn man die Trage schön straff gebunden hat. Sind die Schultergurte zu locker, fällt das Püppchen beim Bücken oben raus (das ist bestimmt bei Puppen mit einem schwereren Kopf als bei unserer interessant).


Auch von hinten macht sie einen guten Eindruck. Ich habe die Version mit Hüftgurt/Klett und Bindebändern für die Schultern gewählt (also Version 1+2 aus dem ebook kombiniert).


Huch, noch eine Trage? Nein, nur anderer Stoff auf der Rückseite. So kann man sie wenden.


Es lässt sich auch bequem damit sitzen. Die ultimative Bewegungsfreiheit für den jungen Puppenvater.


Selbst im Auto durften wir sie ihm nicht abnehmen. Macht nichts, denn man kann die beiden einfach gemeinsam im Sitz anschnallen. Funktioniert einwandfrei (auf dem Bild ist der Anschnallgurt aber schon ab). 


Der Puppenvater wollte durch einen Tunnel krabbeln. Das war dem Puppenkind dann doch zu viel und es hat im Fahrradanhänger ein Päuschen gemacht. Die Trage wartete schön kleingefaltet darauf, gleich wieder eingesetzt zu werden. 


Solche kleinen Projekte nähe ich (zumindest in Teilen) gerne mit Mr. Mini-Margerite zusammen. "Mama, ich will auch eine Nähmaschine!" Ziel erreicht, würde ich sagen :-) :-) :-) 

Kurz und gut 
  • Schnitt: Puppentrage Ida von Zapperlott, Größe 2 (Puppen mit 16-19 cm Rückenlänge), Hüftgurt mit Klett für Bauchumfang von ca. 56 cm zugeschnitten und Bindebändern für die Schultern
  • Änderungen: Jeweils ein Teil des Hauptteils und des Hüftgurtes mit Volumenvlies unterbügelt, Hauptteil nicht komplett im Hüftgurt versenkt (damit man die eine Eule noch sieht)
  • Ideen für nächste Mal: leichten Gummizug an der Nackenkante einarbeiten (sichert evtl. noch besser vorm Rausfallen beim Bücken, wenn man die Schulterbänder mal zu lasch gebunden hat), kleine Tasche auf das Hauptteil aufsetzen (z.B. für ein Pixibuch o.ä.)

Einen tollen Wochenstart wünsche ich euch und lasse euch noch ein schönes Bild von unserem heutigen Ausflug da!


Eure Hella 

Sonntag, 12. April 2015

I did it again

Auch die schönsten Kleidungsstücke werden einmal zu klein. Und wenn sie noch so lange mitgewachsen sind, irgendwann ist es vorbei. Ich meine die schöne Softshelljacke aus dem Herbst 2013, als seine kleine Schwester noch im Bauch wohnte. Mein kleiner laufender Meter mit seinen aktuell 2,75 Jahren brauchte also eine neue.

Steinböcke füttern
Er hat zwar auch ein schickes geliehenes Exemplar aus Softshell in seiner Kleidergröße (Gr. 104), was aber recht schmal ausfällt. Zum Glück, hihi ;-P Denn so musste ich keine Ausrede erfinden, um dem Kind eine neue Übergangsjacke à la Mama zu verpassen. Und es schadet ja nicht, kann ja immer mal sein, dass eine Jacke in die Wäsche muss. Und außerdem reichte der Stoffrest dafür bestens.


Die Kapuze ist dieses Mal nicht mit Pilzen, sondern mit Äpfeln gefüllt, äh gefüttert. Beim Beleg habe ich den Stoff wie beim ersten Modell umgedreht, das stelle ich mir beim Tragen angenehmer vor. Und für den Aufhänger hatte ich noch einen letzten Rest desselben Baumwoll-Webbands mit Zuckerstangen da, hach! Die Nahtzugaben der Kapuze und des Halsausschnittes versteckte ich wieder mit einem farblich passenden Webband. Damit ich beim Absteppen im Nahtschatten und ein Stück daneben genau treffe, hefte ich an dieser Stelle per Hand. Aufwendig, aber es lohnt sich. Jedes Mal beim Anziehen der Jacke hüpft mein Herz, wenn ich die gelungenen Nähte sehe. Nerd Nerd :-)


Auch dieses Mal habe ich Reflektorband von Stoff uns Stil aufgenäht. Dass es am Reißverschluss gut aufeinander trifft, war mir sehr wichtig. Sichergestellt habe ich das mit dem Stylefix Klebeband, spart an solchen Stellen stets ungemein Gefrickel und Nerven.

Hör mal, Steinbock, wenn ich dir jetzt noch mehr Futter gebe,
musst du das aber auch fein essen!
Meinen Softshellmantel aus dem gleichen Stoff trage ich immer noch gerne. Allerdings schiebe ich das Befestigen der Kapuze immer noch vor mir her, pfui. Auf der folgenden Bilderserie stratzen Mutter und Sohn gerade eine Anhöhe hinauf und wurden dabei geknipst. Miss Margerite heute komplett fein in Me Made, mit dieser Jeans und diesem Kleid (man erahnt es nur). Und stolzem Mutterblick, ist ja klar. 


Übrigens: Die abgelegte Jacke des Bruders ging unmittelbar an die kleine Schwester. Noch etwas reichlich, aber es geht schon. Fräulein bewundert auf den Bildern gerade die Hasen im Wildpark und freut sich anscheinend, dass sie den Osterhasen zuhause besuchen darf. Insider werden jetzt behaupten, das seien aber Kaninchen in diesem Gehege. Bei uns wird das rigoros über einen Kamm geschoren, alles Hase. Bewusste Falschinformation von Kindern, Skandal. Ich schweife ab... 

Guck mal Mama, die Hasis machen SO mit der Nase. 
Die Jacke trägt sie rauf und runter, ist ja auch endlich passendes Wetter! Die rosa Wollmütze mit Lochmuster verdient besondere Hervorhebung, ist sie doch ein besonderes Erbstück. Ich selbst habe sie schon als Baby/Toddler getragen, meine liebe Mama hatte sie 1980 gestrickt. Sie sagt, beim Lochmuster habe sie sich fast die Finger verknotet, aber sie wollte diese Mütze unbedingt für mich machen. Nachdem die Mütze mir nicht mehr passte, hat sie viele viele Jahre in der Schublade von Mamas alter Kommode auf mein Töchterlein gewartet. 

Völlig unbegreiflich also, warum Frollein sich auch dieses Mützen-Modell mit steigender Hingabe vom Kopf rupft. Vielleicht sollte ich das der kleinen Dame noch mal genau erklären ;-)


Ich bin übrigens immer noch überrascht, wie viele Komplimente ich für diese schlichte Jacke bereits bekommen habe. Immer wieder werde ich darauf angesprochen. Wahnsinn, freut mich sehr! Mal sehen, wie groß das Interesse am baugleichen Nachfolgemodell sein wird.

So, wer meinen Ausführungen bis hierhin gefolgt ist, dem sei auch die Kurzfassung gegönnt :-) 

Schnittmuster: Softshelljacke Quinn von Farbenmix, Größe 98/104
Änderungen: auf Teilungsnähte in Vorder- und Rückenteil und Taschen verzichtet
Stoff: Extremtextil "Softshell 04" in nachtblau
Ausblick: Falls vom Toddler Taschen vermisst werden sollten, fertige ich noch nachträglich aufgesetzte Exemplare aus dem Reststoff an.

Danke für's Lesen und Gucken! Ich wünsch euch was! Winkewinke!
Eure Hella


P.S.:  Weil so viele fragen: Jep, Miss Mini-Margerite trägt ihre Geburtstagsbluse! Und ich verspreche baldige Tragebilder auch ohne den schönen Pullunder (Milo aus Cotton Merino)...


Gleich 2 Bilder im P.S.? Bissken viel vielleicht. Ach, egal! 


Sonntag, 5. April 2015

Das beste aus zwei Welten

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Rock, ist auch auf den 2. Blick ein Rock. Aber wenn man ganz genau hinsieht, ist es eigentlich eine Hose :-) Der Schnitt verbirgt sein Geheimnis durch die doppelte Kellerfalte vorne und hinten sehr gut, wie ich finde.


Schnittmuster: Burda 6905 Hosenrock, Modell B
Stoff: Wolle mit 60% Kid Mohair von Florence Naturfaserstoffe, ein jahrelang gehütetes Schätzelein
Besonderheiten: Hüftpassentaschen, doppelte Kellerfalte vorne und hinten
Änderungen: Nur minimal. Gürtelschlaufen weggelassen. Den Saum habe ich nicht abgesteppt, sondern mit doppelseitig klebendem Saumband bebügelt
Futter: Keins. Ich würde aber gerne nachträglich eins hinzufügen und per Hand an der unteren Bundkante annähen. Suche aber noch nach einer Möglichkeit, mir die Faltenlegerei beim Futterstoff zu  ersparen ;-)


Das schöne Grün ließ sich schwer auf Fotos festhalten. Je nach Lust und Laune der Sonne sah es immer anders aus. Die Bilder entstanden am Karfreitag bei einem Spaziergang und Spielplatzbesuch. Extra für euch habe ich das Klettergerüst erklommen...


... und ein paar "Verrenkungen" unternommen, um zu beweisen, dass es sich hier tatsächlich um einen HOSENrock handelt ;-) Mit diesen Versuchen habe ich extrem viel Ausschuss produziert, dieses Bild halte ich aber für brauchbar:


Ich mag ja Schnittmuster, bei denen die Taschen bereits enthalten sind. Das erspart mir Bastelei.


Oft lese ich in anderen Blogs, dass Fotos der Rückenansicht sehr geschätzt werden. Das finde ich auch immer interessant, so kann man sich schließlich ein umfassendes Bild vom Kleidungsstück machen. Auf diesem Foto liegen vordere und hintere Kellerfalte zufällig so hintereinander, dass man das Hosengeheimnis gut erkennen kann.


Der kleine laufradfahrende Meter ist übrigens Mr. Mini-Margerite. Sein geliehener Winteranzug ist dunkellila. Wie praktisch, dass er hier ins Bild gelaufen ist. Ich finde nämlich, dass mein schwarzer Pulli viel zu hart in Kombination mit dem Grünton wirkt und eine andere Farbe besser wäre. Was meint ihr, welche Farbe könnte zum Rock und zu mir passen? Ein dunkles Lila? Oder lieber ein anderer Farbton?


Ich mag den Rock sehr und ärgere mich, dass er so lange auf dem Bügel hängen musste, nur weil die Zeit für Fotos fehlte. Dabei sieht er sogar auch nach ein paar Stunden Tragen und Spielen mit den Kindern klasse aus. Morgens habe ich damit z.B. auf dem Boden gesessen und beide Kinder zum Vorlesen auf dem Schoß gehabt. Sieht man dem Rock nicht an. Alltagstest also mit Bravour bestanden!

Ein weiteres Modell für den Sommer ist in Planung. Ich habe einen dunkel petrolfarbenen Stoff aus Viskose und Leinen bei "Alles für Selbermacher" bestellt, der für diesen Zweck geeignet sein könnte.

Ob noch mehr Menschen ihre Vorliebe für Hosenröcke entdeckt haben, könnt ihr in 3 Tagen beim MMM herausfinden (ich stelle den Post schon heute online und verlinke ihn am Mittwoch).

Wunderschöne Frühlingstage wünscht euch
eure Hella

P.S.: Wer auf der Suche nach schönen Schnitten für Hosenröcke ist, sollte auch die girl friday culottes von liesl+co einmal in Augenschein nehmen. Bei Elke vom Blog Grueneblume habe ich diesen Schnitt entdeckt. Sie hat eine Sommer- und Winterversion genäht, die ich beide sehr schön finde. Auch dieser Schnitt arbeitet mit Taschen, raffiniert mitsamt des Reißverschlusses in der Seitennaht versteckt, wie Elke verrät (danke für's Zeigen!).

Freitag, 27. März 2015

Tarnbluse für frischgebackene Toddler Mädchen

Da ist mein Mädchen gerade ein Jahr alt geworden und streift doch glatt sogleich das Babydasein ab. Willkommen im Toddlermodus :-)

Miss Mini Margerite würde behaupten, ihre Mama beginnt plötzlich, anstrengend zu werden. Dabei ist es doch ganz einfach, auch weiterhin ein dauerstrahlendes kleines Wesen um sich zu haben. Einfach das Kind im Spielwaren - oder Buchladen mal völlig ungestört von a nach b krabbeln lassen und charmant lächeln, während es die Regale neu sortiert und sich deren Inhalt mit allen Sinnen genauer anguckt. Aber nein, die frisch gewonnenen Fähigkeiten dürfen nicht unbegrenzt eingesetzt werden. Vielmehr will Mama immer dann gehen, wenn es gerade am spannendsten wird. Verstehe einer diese komischen Erwachsenen. 

Ich ahne, was mich in den nächsten Monaten so ungefähr erwartet. Aber das kleine Mädchen und ich, wir beiden werden das schon wuppen. Mr. Mini-Margerite und ich haben uns schließlich auch gut arrangiert :-) Und ist ja auch wichtig, selbständig werden und eine eigene Meinung haben und so. 


Um über den ein oder anderen ersten kleinen Wutanfall auf Seiten des frischgebackenen Toddlermädchens charmant hinwegzutäuschen, hat sie zum 1. Geburtstag eine Tarnbluse - besser bekannt als Compagnie M. Mara Blouse - aus einem wohlgehüteten Rest Liberty London Blümchenbatist bekommen. 


Die Details dieser Bluse sind eine wahre Augenweide. Knopfleiste mit kleinen Stoff-Schlaufen und bezogenen Knöpfen, Paspelierung rund um den Einsatz, Biesen, dezenten weil nur angedeuteten Puffärmeln und Gummizug in den Ärmelsäumen.


Diese Details sind etwas zeitaufwändig zu fertigen, aber nicht schwierig. Ich denke, man sollte nur sehr exakt arbeiten und nach den einzelnen Schritten gut bügeln, damit das Ergebnis schick aussieht. Ich gestehe, diese Bluse löste während des Nähens einen wahren Sog aus. Ich wollte sie unbedingt zum Geburtstag fertig haben und habe an einigen Abenden fleißig daran gewerkelt. Die Herstellung hat mir sehr viel Freude gemacht. 


Was noch aussteht, ist ein Tragebild... Im Moment ist es leider noch zu frisch für das zarte Blüschen. Und mit Pullunder drüber würde man die hübschen Details verdecken, welch Sünde!


Die Bluse ist in der Größe 18 Monate zugeschnitten, da mein Töchterchen mit ihren 12 Monaten bereits 80 cm Baby-Gardemaß besitzt. Die Bluse hat so das für mich ungemein beruhigende Mitwachspotenzial. Nichts schlimmer als Kleidung am Kinde, die perfekt passt, finde ich. 

Jetzt fehlt nur noch das passende Kombi-Kleidungsstück. Ich habe bei Stoff und Stil einen schönen roten Babycord bestellt. Vielleicht wird daraus eine schlichte Babyhose nach Klimperklein, ebenfalls mit Gummizug im Saum? Mal sehen. Ich werde berichten. 

Ich wünsche euch ein schönes Frühlingswochenende, den Regen müsst ihr euch einfach wegdenken, ja?
Eure Hella

P.S.: Ich glaube, ich bin Schuld an diesem kühlen Schmuddelwetter. Ich habe seit Januar einen wunderschönen grünen Hosenrock aus feinstem Wollgarn auf dem Bügel hängen, der dazu auch noch perfekt passt und ihn bisher nicht einmal getragen, weil ich noch kein Tragefoto davon machen konnte. Einfach mal anziehen könnte da vielleicht helfen. Dann bin ich quasi gezwungen, schnell Tragebilder davon anzufertigen :-) Der Frühling möchte schließlich nur nett sein und wartet extra, damit der schöne Rock auch noch zu seinem Recht kommt. Ich sag's ja. Mea culpa. 

Quelle: Schnittmuster.net
P.P.S.: Wenn ich schon keine Tragefotos für euch habe, dann wenigstens Eindrücke vom ersten Geburtstag.

Auspusten. Man beachte die Windrichtung ;-)
Es gab u.a. das obligatorische Bobbycar geschenkt, ein grün-gelbes. Auch für den 3 Tage älteren Nachbarsjungen, ein schwarzes mit Breitreifen. Und unser Fräulein ließ es sich natürlich nicht nehmen, das gute Stück Probe zu fahren ;-) Eigenes Spielzeug benutzen, wo kämen wir denn da hin? Als Toddler, ts.


Samstag, 7. Februar 2015

Winterlicher Zipfelzwerg

Ein frohes neues Jahr - nimmt diese Art von Grüßen eigentlich um diese Zeit noch jemand entgegen? Ich wünsch euch jedenfalls ein ebensolches und lasse euch ein paar Bilder aus dem ausklingenden 2014 da, die genauer gesagt am Tag der Wintersonnenwende bei einem kleinen Ausflug entstanden sind.

Die kleinste Margerite im Hause hat für den Winter eine Zipfelmütze mit dem zauberhaften Namen "Troll" gestrickt bekommen, aus Drops Big Delight Farbe 08 waldbeeren. Diese Wolle kaufte ich, nachdem ich bei Frau Wien diesen Pulli erblickte. 


Mr. Mini-Margerite klaut ihr die Mütze immer wieder gerne und/oder stellt fest, seine Schwester habe ein Hoän, äh Horn, auf dem Kopf. Auf diesem Foto betrachtet die junge Dame gerade den Rest der Familie beim Entenfüttern. Das ist eine Wissenschaft für sich, wie man an ihrem ernsten Blick erahnen kann. 


Sehr possierlich mit Mütze, Stupsnaserl und Wimpern finde ich sie auch auf Profilfotos wie diesem:


So, und jetzt noch mal die kleine und die große Margerite zusammen. Muss sich ja lohnen, wenn ich schon mal wieder in der Bloggosphäre vorbeischaue, stimmt's?


Mein Schal (eine breite Stola mit Schwanenkopf und Farbverlauf creme/schwarz) ist übrigens nicht selbstgemacht, also nicht von mir. Der ist von der Strickdesignerin Nina Führer, auf die ich über Lauras Blog hier und hier bereits 2011 aufmerksam wurde. Nachdem ich nun 3 Jahre um diese wunderschönen Schals herumgeschlichen bin, habe ich mir zum Nikolaus 2014 einfach selbst einen geschenkt. Der Schwan hat im Schnabel eine feste Klammer eingearbeitet und beißt sich damit überall fest, wo man möchte. Und Mr. Mini-Margerite brachte der Nikolaus einen Dachs-Kinderschal, davon hab ich aber leider noch kein Bild.


Wenn ich mir die Fotos so ansehe, muss ich an die Worte meiner Oma denken, die oft zu sagen pflegte: "Kind, du musst einen Klösel mehr essen." In diesem Fall muss ich ihr nämlich Recht geben, ein bisschen mehr Pausbacken könnten mir aktuell tatsächlich nicht schaden. Aber man sieht, wo meine Reserven hin sind, oder? Man beachte die strammen Wangen der freundlichen Dame rechts im Bild. Und wenn ihr erst ihre Oberschenkel sehen würdet, huhu...

Also dann, bis bald (ich bemühe mich zumindest)!
Eure Hella