Sonntag, 12. April 2015

I did it again

Auch die schönsten Kleidungsstücke werden einmal zu klein. Und wenn sie noch so lange mitgewachsen sind, irgendwann ist es vorbei. Ich meine die schöne Softshelljacke aus dem Herbst 2013, als seine kleine Schwester noch im Bauch wohnte. Mein kleiner laufender Meter mit seinen aktuell 2,75 Jahren brauchte also eine neue.

Steinböcke füttern
Er hat zwar auch ein schickes geliehenes Exemplar aus Softshell in seiner Kleidergröße (Gr. 104), was aber recht schmal ausfällt. Zum Glück, hihi ;-P Denn so musste ich keine Ausrede erfinden, um dem Kind eine neue Übergangsjacke à la Mama zu verpassen. Und es schadet ja nicht, kann ja immer mal sein, dass eine Jacke in die Wäsche muss. Und außerdem reichte der Stoffrest dafür bestens.


Die Kapuze ist dieses Mal nicht mit Pilzen, sondern mit Äpfeln gefüllt, äh gefüttert. Beim Beleg habe ich den Stoff wie beim ersten Modell umgedreht, das stelle ich mir beim Tragen angenehmer vor. Und für den Aufhänger hatte ich noch einen letzten Rest desselben Baumwoll-Webbands mit Zuckerstangen da, hach! Die Nahtzugaben der Kapuze und des Halsausschnittes versteckte ich wieder mit einem farblich passenden Webband. Damit ich beim Absteppen im Nahtschatten und ein Stück daneben genau treffe, hefte ich an dieser Stelle per Hand. Aufwendig, aber es lohnt sich. Jedes Mal beim Anziehen der Jacke hüpft mein Herz, wenn ich die gelungenen Nähte sehe. Nerd Nerd :-)


Auch dieses Mal habe ich Reflektorband von Stoff uns Stil aufgenäht. Dass es am Reißverschluss gut aufeinander trifft, war mir sehr wichtig. Sichergestellt habe ich das mit dem Stylefix Klebeband, spart an solchen Stellen stets ungemein Gefrickel und Nerven.

Hör mal, Steinbock, wenn ich dir jetzt noch mehr Futter gebe,
musst du das aber auch fein essen!
Meinen Softshellmantel aus dem gleichen Stoff trage ich immer noch gerne. Allerdings schiebe ich das Befestigen der Kapuze immer noch vor mir her, pfui. Auf der folgenden Bilderserie stratzen Mutter und Sohn gerade eine Anhöhe hinauf und wurden dabei geknipst. Miss Margerite heute komplett fein in Me Made, mit dieser Jeans und diesem Kleid (man erahnt es nur). Und stolzem Mutterblick, ist ja klar. 


Übrigens: Die abgelegte Jacke des Bruders ging unmittelbar an die kleine Schwester. Noch etwas reichlich, aber es geht schon. Fräulein bewundert auf den Bildern gerade die Hasen im Wildpark und freut sich anscheinend, dass sie den Osterhasen zuhause besuchen darf. Insider werden jetzt behaupten, das seien aber Kaninchen in diesem Gehege. Bei uns wird das rigoros über einen Kamm geschoren, alles Hase. Bewusste Falschinformation von Kindern, Skandal. Ich schweife ab... 

Guck mal Mama, die Hasis machen SO mit der Nase. 
Die Jacke trägt sie rauf und runter, ist ja auch endlich passendes Wetter! Die rosa Wollmütze mit Lochmuster verdient besondere Hervorhebung, ist sie doch ein besonderes Erbstück. Ich selbst habe sie schon als Baby/Toddler getragen, meine liebe Mama hatte sie 1980 gestrickt. Sie sagt, beim Lochmuster habe sie sich fast die Finger verknotet, aber sie wollte diese Mütze unbedingt für mich machen. Nachdem die Mütze mir nicht mehr passte, hat sie viele viele Jahre in der Schublade von Mamas alter Kommode auf mein Töchterlein gewartet. 

Völlig unbegreiflich also, warum Frollein sich auch dieses Mützen-Modell mit steigender Hingabe vom Kopf rupft. Vielleicht sollte ich das der kleinen Dame noch mal genau erklären ;-)


Ich bin übrigens immer noch überrascht, wie viele Komplimente ich für diese schlichte Jacke bereits bekommen habe. Immer wieder werde ich darauf angesprochen. Wahnsinn, freut mich sehr! Mal sehen, wie groß das Interesse am baugleichen Nachfolgemodell sein wird.

So, wer meinen Ausführungen bis hierhin gefolgt ist, dem sei auch die Kurzfassung gegönnt :-) 

Schnittmuster: Softshelljacke Quinn von Farbenmix, Größe 98/104
Änderungen: auf Teilungsnähte in Vorder- und Rückenteil und Taschen verzichtet
Stoff: Extremtextil "Softshell 04" in nachtblau
Ausblick: Falls vom Toddler Taschen vermisst werden sollten, fertige ich noch nachträglich aufgesetzte Exemplare aus dem Reststoff an.

Danke für's Lesen und Gucken! Ich wünsch euch was! Winkewinke!
Eure Hella


P.S.:  Weil so viele fragen: Jep, Miss Mini-Margerite trägt ihre Geburtstagsbluse! Und ich verspreche baldige Tragebilder auch ohne den schönen Pullunder (Milo aus Cotton Merino)...


Gleich 2 Bilder im P.S.? Bissken viel vielleicht. Ach, egal! 


Sonntag, 5. April 2015

Das beste aus zwei Welten

Was auf den ersten Blick aussieht wie ein Rock, ist auch auf den 2. Blick ein Rock. Aber wenn man ganz genau hinsieht, ist es eigentlich eine Hose :-) Der Schnitt verbirgt sein Geheimnis durch die doppelte Kellerfalte vorne und hinten sehr gut, wie ich finde.


Schnittmuster: Burda 6905 Hosenrock, Modell B
Stoff: Wolle mit 60% Kid Mohair von Florence Naturfaserstoffe, ein jahrelang gehütetes Schätzelein
Besonderheiten: Hüftpassentaschen, doppelte Kellerfalte vorne und hinten
Änderungen: Nur minimal. Gürtelschlaufen weggelassen. Den Saum habe ich nicht abgesteppt, sondern mit doppelseitig klebendem Saumband bebügelt
Futter: Keins. Ich würde aber gerne nachträglich eins hinzufügen und per Hand an der unteren Bundkante annähen. Suche aber noch nach einer Möglichkeit, mir die Faltenlegerei beim Futterstoff zu  ersparen ;-)


Das schöne Grün ließ sich schwer auf Fotos festhalten. Je nach Lust und Laune der Sonne sah es immer anders aus. Die Bilder entstanden am Karfreitag bei einem Spaziergang und Spielplatzbesuch. Extra für euch habe ich das Klettergerüst erklommen...


... und ein paar "Verrenkungen" unternommen, um zu beweisen, dass es sich hier tatsächlich um einen HOSENrock handelt ;-) Mit diesen Versuchen habe ich extrem viel Ausschuss produziert, dieses Bild halte ich aber für brauchbar:


Ich mag ja Schnittmuster, bei denen die Taschen bereits enthalten sind. Das erspart mir Bastelei.


Oft lese ich in anderen Blogs, dass Fotos der Rückenansicht sehr geschätzt werden. Das finde ich auch immer interessant, so kann man sich schließlich ein umfassendes Bild vom Kleidungsstück machen. Auf diesem Foto liegen vordere und hintere Kellerfalte zufällig so hintereinander, dass man das Hosengeheimnis gut erkennen kann.


Der kleine laufradfahrende Meter ist übrigens Mr. Mini-Margerite. Sein geliehener Winteranzug ist dunkellila. Wie praktisch, dass er hier ins Bild gelaufen ist. Ich finde nämlich, dass mein schwarzer Pulli viel zu hart in Kombination mit dem Grünton wirkt und eine andere Farbe besser wäre. Was meint ihr, welche Farbe könnte zum Rock und zu mir passen? Ein dunkles Lila? Oder lieber ein anderer Farbton?


Ich mag den Rock sehr und ärgere mich, dass er so lange auf dem Bügel hängen musste, nur weil die Zeit für Fotos fehlte. Dabei sieht er sogar auch nach ein paar Stunden Tragen und Spielen mit den Kindern klasse aus. Morgens habe ich damit z.B. auf dem Boden gesessen und beide Kinder zum Vorlesen auf dem Schoß gehabt. Sieht man dem Rock nicht an. Alltagstest also mit Bravour bestanden!

Ein weiteres Modell für den Sommer ist in Planung. Ich habe einen dunkel petrolfarbenen Stoff aus Viskose und Leinen bei "Alles für Selbermacher" bestellt, der für diesen Zweck geeignet sein könnte.

Ob noch mehr Menschen ihre Vorliebe für Hosenröcke entdeckt haben, könnt ihr in 3 Tagen beim MMM herausfinden (ich stelle den Post schon heute online und verlinke ihn am Mittwoch).

Wunderschöne Frühlingstage wünscht euch
eure Hella

P.S.: Wer auf der Suche nach schönen Schnitten für Hosenröcke ist, sollte auch die girl friday culottes von liesl+co einmal in Augenschein nehmen. Bei Elke vom Blog Grueneblume habe ich diesen Schnitt entdeckt. Sie hat eine Sommer- und Winterversion genäht, die ich beide sehr schön finde. Auch dieser Schnitt arbeitet mit Taschen, raffiniert mitsamt des Reißverschlusses in der Seitennaht versteckt, wie Elke verrät (danke für's Zeigen!).

Freitag, 27. März 2015

Tarnbluse für frischgebackene Toddler Mädchen

Da ist mein Mädchen gerade ein Jahr alt geworden und streift doch glatt sogleich das Babydasein ab. Willkommen im Toddlermodus :-)

Miss Mini Margerite würde behaupten, ihre Mama beginnt plötzlich, anstrengend zu werden. Dabei ist es doch ganz einfach, auch weiterhin ein dauerstrahlendes kleines Wesen um sich zu haben. Einfach das Kind im Spielwaren - oder Buchladen mal völlig ungestört von a nach b krabbeln lassen und charmant lächeln, während es die Regale neu sortiert und sich deren Inhalt mit allen Sinnen genauer anguckt. Aber nein, die frisch gewonnenen Fähigkeiten dürfen nicht unbegrenzt eingesetzt werden. Vielmehr will Mama immer dann gehen, wenn es gerade am spannendsten wird. Verstehe einer diese komischen Erwachsenen. 

Ich ahne, was mich in den nächsten Monaten so ungefähr erwartet. Aber das kleine Mädchen und ich, wir beiden werden das schon wuppen. Mr. Mini-Margerite und ich haben uns schließlich auch gut arrangiert :-) Und ist ja auch wichtig, selbständig werden und eine eigene Meinung haben und so. 


Um über den ein oder anderen ersten kleinen Wutanfall auf Seiten des frischgebackenen Toddlermädchens charmant hinwegzutäuschen, hat sie zum 1. Geburtstag eine Tarnbluse - besser bekannt als Compagnie M. Mara Blouse - aus einem wohlgehüteten Rest Liberty London Blümchenbatist bekommen. 


Die Details dieser Bluse sind eine wahre Augenweide. Knopfleiste mit kleinen Stoff-Schlaufen und bezogenen Knöpfen, Paspelierung rund um den Einsatz, Biesen, dezenten weil nur angedeuteten Puffärmeln und Gummizug in den Ärmelsäumen.


Diese Details sind etwas zeitaufwändig zu fertigen, aber nicht schwierig. Ich denke, man sollte nur sehr exakt arbeiten und nach den einzelnen Schritten gut bügeln, damit das Ergebnis schick aussieht. Ich gestehe, diese Bluse löste während des Nähens einen wahren Sog aus. Ich wollte sie unbedingt zum Geburtstag fertig haben und habe an einigen Abenden fleißig daran gewerkelt. Die Herstellung hat mir sehr viel Freude gemacht. 


Was noch aussteht, ist ein Tragebild... Im Moment ist es leider noch zu frisch für das zarte Blüschen. Und mit Pullunder drüber würde man die hübschen Details verdecken, welch Sünde!


Die Bluse ist in der Größe 18 Monate zugeschnitten, da mein Töchterchen mit ihren 12 Monaten bereits 80 cm Baby-Gardemaß besitzt. Die Bluse hat so das für mich ungemein beruhigende Mitwachspotenzial. Nichts schlimmer als Kleidung am Kinde, die perfekt passt, finde ich. 

Jetzt fehlt nur noch das passende Kombi-Kleidungsstück. Ich habe bei Stoff und Stil einen schönen roten Babycord bestellt. Vielleicht wird daraus eine schlichte Babyhose nach Klimperklein, ebenfalls mit Gummizug im Saum? Mal sehen. Ich werde berichten. 

Ich wünsche euch ein schönes Frühlingswochenende, den Regen müsst ihr euch einfach wegdenken, ja?
Eure Hella

P.S.: Ich glaube, ich bin Schuld an diesem kühlen Schmuddelwetter. Ich habe seit Januar einen wunderschönen grünen Hosenrock aus feinstem Wollgarn auf dem Bügel hängen, der dazu auch noch perfekt passt und ihn bisher nicht einmal getragen, weil ich noch kein Tragefoto davon machen konnte. Einfach mal anziehen könnte da vielleicht helfen. Dann bin ich quasi gezwungen, schnell Tragebilder davon anzufertigen :-) Der Frühling möchte schließlich nur nett sein und wartet extra, damit der schöne Rock auch noch zu seinem Recht kommt. Ich sag's ja. Mea culpa. 

Quelle: Schnittmuster.net
P.P.S.: Wenn ich schon keine Tragefotos für euch habe, dann wenigstens Eindrücke vom ersten Geburtstag.

Auspusten. Man beachte die Windrichtung ;-)
Es gab u.a. das obligatorische Bobbycar geschenkt, ein grün-gelbes. Auch für den 3 Tage älteren Nachbarsjungen, ein schwarzes mit Breitreifen. Und unser Fräulein ließ es sich natürlich nicht nehmen, das gute Stück Probe zu fahren ;-) Eigenes Spielzeug benutzen, wo kämen wir denn da hin? Als Toddler, ts.


Samstag, 7. Februar 2015

Winterlicher Zipfelzwerg

Ein frohes neues Jahr - nimmt diese Art von Grüßen eigentlich um diese Zeit noch jemand entgegen? Ich wünsch euch jedenfalls ein ebensolches und lasse euch ein paar Bilder aus dem ausklingenden 2014 da, die genauer gesagt am Tag der Wintersonnenwende bei einem kleinen Ausflug entstanden sind.

Die kleinste Margerite im Hause hat für den Winter eine Zipfelmütze mit dem zauberhaften Namen "Troll" gestrickt bekommen, aus Drops Big Delight Farbe 08 waldbeeren. Diese Wolle kaufte ich, nachdem ich bei Frau Wien diesen Pulli erblickte. 


Mr. Mini-Margerite klaut ihr die Mütze immer wieder gerne und/oder stellt fest, seine Schwester habe ein Hoän, äh Horn, auf dem Kopf. Auf diesem Foto betrachtet die junge Dame gerade den Rest der Familie beim Entenfüttern. Das ist eine Wissenschaft für sich, wie man an ihrem ernsten Blick erahnen kann. 


Sehr possierlich mit Mütze, Stupsnaserl und Wimpern finde ich sie auch auf Profilfotos wie diesem:


So, und jetzt noch mal die kleine und die große Margerite zusammen. Muss sich ja lohnen, wenn ich schon mal wieder in der Bloggosphäre vorbeischaue, stimmt's?


Mein Schal (eine breite Stola mit Schwanenkopf und Farbverlauf creme/schwarz) ist übrigens nicht selbstgemacht, also nicht von mir. Der ist von der Strickdesignerin Nina Führer, auf die ich über Lauras Blog hier und hier bereits 2011 aufmerksam wurde. Nachdem ich nun 3 Jahre um diese wunderschönen Schals herumgeschlichen bin, habe ich mir zum Nikolaus 2014 einfach selbst einen geschenkt. Der Schwan hat im Schnabel eine feste Klammer eingearbeitet und beißt sich damit überall fest, wo man möchte. Und Mr. Mini-Margerite brachte der Nikolaus einen Dachs-Kinderschal, davon hab ich aber leider noch kein Bild.


Wenn ich mir die Fotos so ansehe, muss ich an die Worte meiner Oma denken, die oft zu sagen pflegte: "Kind, du musst einen Klösel mehr essen." In diesem Fall muss ich ihr nämlich Recht geben, ein bisschen mehr Pausbacken könnten mir aktuell tatsächlich nicht schaden. Aber man sieht, wo meine Reserven hin sind, oder? Man beachte die strammen Wangen der freundlichen Dame rechts im Bild. Und wenn ihr erst ihre Oberschenkel sehen würdet, huhu...

Also dann, bis bald (ich bemühe mich zumindest)!
Eure Hella 

Montag, 15. Dezember 2014

Gewonnen hat...

Ihr Lieben, danke für eure aufmunternden Kommentare nach meinem letzten Post, das tat gut! Mein Osteopath konnte mich am Montag tatsächlich retten und die Schmerzen innerhalb dieser einen Sitzung deutlich lindern. Er sprach von einer Reizung der Nerven im Rippenfell, was extrem empfindlich wäre. Oh ja, das habe ich wohl gemerkt :-) Und bin jetzt umso glücklicher, dass ich mich wieder freier bewegen kann und es jeden Tag ein bisschen besser wird.

So, jetzt aber zum Buch, das ich verschenken möchte. Ich konnte mich zwischen eueren vielen lieben Kommentaren nicht entscheiden und habe den Zufallsgenerator zu Rate gezogen. Und das Los fiel auf

Kommentar Nr. 9 von Nadine Brandt

Liebe Nadine, leider hast du in deinem Googleprofil keine Mailadresse hinterlegt, unter der ich dich erreichen kann. Bitte schreibe mir doch deine Postadresse per Mail an missmargerite (ät) gmail.com, damit ich dir ein Exemplar des Buchs schicken kann.

Ich wünsche euch allen noch eine wunderbare Vorweihnachtswoche. Lasst es ruhig angehen, es muss ja nicht alles perfekt sein. Die Hauptsache ist doch die Zeit, die man mit lieben Menschen in gemütlichen Stunden verbringen darf. Finde ich jedenfalls :-)

Herzliche Grüße! Eure Hella

Samstag, 6. Dezember 2014

Stell dir vor, dass unten oben ist

"Nur ein kleiner Tipp, wenn du am Boden bist, dann stell dir vor, dass unten oben ist." Ein hilfreicher Satz für die letzten Wochen aus einem Song von Annett Louisan und ein Grund für die mal wieder lange Pause hier im Blog. Hier wechselten sich Hustenepisoden mit immer häufiger werdenden Fieberphasen ab. Jetzt ist der Husten endlich besser, aber die Rückenmuskeln so verkrampft, dass ich seit Tagen mit stechenden Rückenschmerzen herumlaufe, die beim Atmen, Husten, Bewegen, Liegen, Leben stören. Also: Es kann nur besser werden, oder? Zwischendurch geht es dann ja doch immer irgendwie weiter. Stehaufmütterchen sein. Eine neue Errungenschaft in meinem Leben.


Das mit dem unten und oben könnte ich vielleicht auch mal als Tipp an Mr. Mini-Margerite geben ;-)
Für 2 1/2jährige fühlen sich selbst Kleinigkeiten manchmal bekanntermaßen schwerwiegend dramatisch an und ebenso reagiert man als kleiner empfindsamer Mensch dann darauf auch. Ihr habt das Bild vor Augen, oder? Ok :-)
Warum werden solche Entwicklungsphasen eigentlich immer dann akut, wenn Mama gerade ein großes Bedürfnis nach einem friedlichen Familienleben und wenigstens ein bisschen Regeneration hat? Vielleicht wäre es sonst auch zu einfach. Oder so. Egal. Wenn ich mal dazu kommen sollte, ein Orakel zu befragen, auf die Antwort wäre ich sehr gespannt.

Aus unten oben machen, das ist leicht gesagt, aber die kleinen Eisbären auf Mr. Mini-Margerites neuem Lieblingspulli kriegen das schon mal gut hin. Na, das ist doch mal ne Überleitung, was? Schließlich ist das hier ein Nähblog und kein Jammertal. Meistens zumindest ;-)

Ne, jetzt mal im Ernst. Ist der nicht schön? Ich glaube, der Pulli ist schon im Oktober entstanden. Und seitdem im Dauereinsatz am Kind.


Details, Details! Zum Beispiel das schöne Nackenbändchen mit Punkten:

Übrigens: Die Größe notiere ich mit Edding Wäschemarker, das geht gut.
Alles aus Eisbärstoff hätte zu sehr nach Schlafanzug ausgesehen. Die Einsätze an den Ärmeln lockern das Ganze auf. Dieses Detail mag ich wirklich sehr.


Und die gemütliche Bauchtasche wieder unifarben:


Schnitt: Stoffmixpulli von Klimperklein, Größe 104
Änderungen: Komplett aus dehnbarem Sweatstoff ohne Teilung und Knopfleiste im Vorderteil, dafür mit durchgehendem Halsbündchen. Voila, ein schnell genähter Basispulli.

Und weil heute Nikolaustag ist, verschenke ich ein Buch, das mir neulich eine ganz liebe MitMama ans Herz gelegt hat. Wer also bis hierhin durchgehalten hat und von mir mit diesem Buch beschenkt werden möchte, hinterlässt mir einfach bis zum 13.12.2014 / 23:59 Uhr einen Kommentar unter diesem Post. Teilnehmen kann jeder, der mir mitteilt, mit wem er das Buch lesen möchte oder an wen er es weiterschenken würde.


Das Buch ist ein echter Seelentröster für Eltern und Kind, wenn die fiesen kleinen Wutzwerge mal wieder ein Attentat auf das eigentlich doch bezauberndste Geschöpf der Welt verüben und es in einen grimmigen kleinen Was-auch-immer verwandeln. Ich lasse euch mal ein paar Eindrücke da. Das Büchlein ist so einfühlsam gezeichnet und eindringlich rührend in wenigen kurzen Sätzen formuliert. Balsam.



So, ihr Lieben. Ich hoffe, euch geht's gut und ihr genießt das Adventswochenende. Wir machen's uns so schön wie möglich. Alles wird gut (am Montag wird mein Haus-und-Hof-Osteopath mich retten, bestimmt).
Eure Hella

Mittwoch, 5. November 2014

Weiche Herbstverpackung für 2

Was lange währt, wird endlich gut. An diesem Softshell-Mantel mit optionalem Einsatz fürs Baby in der Tragehilfe habe ich mit längeren Pausen insgesamt knapp ein Jahr gewerkelt. Erst war er zu eng, dann zu weit und jetzt ist er genau richtig. Und eigentlich fehlt nur noch die Kapuze, die zum Anknöpfen sein soll und die fast fertig ist :-) Getragen wird der Mantel seit Fertigstellung nonstop.

Hier seht ihr den Mantel ohne Trage-Einsatz:

Die schmale Jeans ist selbstgenäht, aber schon sehr alt.
Vorne im Bild stromert Mr. Mini-Margerite durch den Wald. Seine Softshelljacke trägt er bereits ein Jahr lang (Gr. 86/92). Sie passt immer noch gut und ist wunderbar mitgewachsen, obwohl er inzwischen Größe 98/104 trägt. Da lacht doch das nähende Mutterherz. Aber wir waren bei meinem Mantel...

Hier mit Einsatz und Baby an Bord:

Hier in Kombi mit einer Kaufjeans :-)
Den Trageeinsatz habe ich von meinem gekauften Babybauch- und Tragemantel aus Walkstoff von Mamalila abgenommen. Wenn Miss Mini-Margerite wach ist, klappe ich den Einsatz nach innen um, dann kann sie gut umher äugen. Der Zipper ist vom Stoff verdeckt eingenäht, daher kann man den Einsatz getrost auch nach innen umschlagen, ohne dass Baby gekratzt wird. Hier ein pixeliges Selfie, was ich aber so schön fand, dass es trotzdem in den Blog darf:


Falls es mal sehr windig sein sollte, kann ich den Einsatz auch hoch schließen, dann ist Miss Mini-Margerite geschützt, bekommt aber noch genug Luft. Zusätzlich könnte ich für mich noch den hohen Kragen per Druckknopf schließen. Momentan reicht mir aber ein Dreiecksschal völlig aus.


Und hier noch ein weiteres Foto im Ganzen:


Die üblichen Zahlen, Daten, Fakten in Kürze:

Schnitt: Kurzmantel aus Softshell nach Modell 15 aus der Ottobre 05/2012 in Gr. 40/42
Material: dreilagiger Softshell von Extremtextil "Softshell 04" in nachtblau (wetterfest und atmungsaktiv), grüner Romanitjersey vom roten Faden, 2 Zipper und dunkelblaues Bündchen von Stoff und Stil, Druckknöpfe von Prym


Änderungen / Ergänzungen: 
  • VT und RT 15 cm verlängert auf Hüfthöhe, Ärmel verlängert
  • 5,5 cm breite Einsätze an den Ärmeln angebracht, die auch zwischen Vorder- und Rückenteil verlaufen, sich keilförmig verjüngen und auf Brusthöhe enden (Y-Naht). Da der Schnitt für Strickstoff vorgesehen war, erschien mir der Mantel aus Softshell bei der ersten Anprobe zu eng. Die an den Seiten benötigte Mehrweite wollte ich durch eingesetzte Streifen gewinnen. Diese 5,5 cm breiten Einätze verliefen beim ersten Versuch vom Ärmelsaum über die Achsel bis zum Mantelsaum, da war ich noch schwanger. Bei der Anprobe ohne Babybauch stellte ich aber fest, dass die gewonnene Weite an den Ärmeln zwar super, aber auf Taillen- und Hüfthöhe überflüssig ist. Also habe ich die Einsätze an VT und RT mühevoll wieder aufgetrennt, obwohl die Nahtzugaben schon zu beiden Seiten abgesteppt waren. Und die Einsätze einfach auf Brusthöhe enden lassen.
  • Dunkelblaue Bündchen an den Ärmeln angesetzt, damit kein Wind hereinzieht (an den breit nach innen umgeschlagenen Nahtzugaben der Ärmelsäume befestigt)
  • 20x18 cm aufgesetzte eckige Taschen mit Klappen, gefüttert mit grünem Romanitjersey
  • Kragen mit grünem Romanitjersey gedoppelt und eine Seite verlängert, um Druckknöpfe anzubringen
  • Trageeinsatz aus Softshell von einem Kaufmantel abgenommen, Softshell nicht versäubert und nur den Zipper untergesteppt
  • anknöpfbare Kapuze aus verschiedenen Schnitten zusammengeschustert und mit grünem Romanitjersey gefüttert (ich muss mich nur noch trauen, die Position der Druckknöpfe endlich festzulegen ...)
  • Der Zipper endet ca. 10 cm entfernt vom Saum, auch beim Einsatz. Wichtig beim Einsatz ist das "Schwänzchen" am Saum. Es würde seltsam aussehen, wenn der Einsatz kürzer wäre als der Mantel.
Heute reihe ich mich endlich einmal wieder in den Reigen der MeMadeMittwoch-Mädels ein. Hier geht's zum MMM-Blog und ich wünsche uns allen einen wunderbaren Mittwoch mit tollen Inspirationen!
Eure Hella

P.S.: Und wer sich fragt, in welcher Tragehilfe Miss Mini-Margerite da im Mantel hockt... Das ist die Emeibaby Trage, die man ab Geburt nutzen kann. Ich habe von dieser Trage selbst durch einen anderen Näh-/Mamiblog erfahren und bin so glücklich damit, da hier die breiten und gepolsterten Gurte der Komforttragen mit einem stufenlos einstellbaren Einsatz aus Tragetuchstoff fürs Baby kombiniert werden. Ich kann sie aus Erfahrung nur wärmstens empfehlen. Vielleicht freut sich die ein oder andere Mama ja über diesen Tipp :-)